Finanzrepression


Mit dem Begriff Finanzrepression bezeichnet man in der Wirtschaftswissenschaft das Bestreben von Staaten, die eigene Schuldenlast durch Geldentwertung / Inflation zu senken. Damit dies gelingt, ist gleichzeitig ein niedriges Zinsniveau nötig, das unterhalb der Inflation liegt. Damit senkt sich die reelle Schuldenlast des Staates, zugleich verliert jedoch auch gespartes Kapital an Kaufkraft.

Finanzrepression wird von Staaten deshalb gerne eingesetzt, weil sie vom Großteil der Bevölkerung nicht wahrgenommen wird. Somit ergibt sich praktisch ein Schuldenschnitt zulasten der Sparer ohne Aufschrei der Bevölkerung. Leidtragende sind konventionelle (Klein-)Sparer, die traditionell Gelder auf Girokonten, in Festgeldern, in kapitalbildenden Lebensversicherungen oder in Bausparverträgen parken.

Finanzrepression wurde schon mehrfach erfolgreich eingesetzt, um Staatsschulden abzutragen – so zum Beispiel von den USA nach dem Zweiten Weltkrieg.

Auch in der Bundesrepublik Deutschland finden wir heute (Stand 2014) Finanzrepression vor. Diese ergibt sich dadurch, dass gespartes Geld (z.B. auf Sparkonten, Tagesgeldkonten, in Festgeldern oder in Lebensversicherungen) weniger Zinsen abwirft, als die Inflation jahrjährlich auffrisst. Damit wird das gesparte Vermögen von Jahr zu Jahr weniger wert, auch wenn auf dem Papier das Geld (nominal) mehr wird.
Einfach gesagt: Sparen mit Zinsen unterhalb der Inflation = Kapitalvernichtung

Zu diesem Thema möchte ich Ihnen die folgenden Beiträge and Herz legen, insbesondere den Kurzvortrag von Prof. Dr. Max Otte, der schon vor der Euro- und Finanzkrise jene vorhergesagt hatte, sowie das Interview mit Prof. Webersinke.

Wenn Sie wissen wollen, wie Sie sich vor den Folgen der Finanzrepression schützen können und wie Sie sich gegen weitere Risiken unserer Zeit absichern können, finden Sie hier die Antwort.

 

ARD-Magazin plusminus: Spargeld verliert durch Inflation massiv an Wert

 

Prof. Dr. Max Otte: Der Weg aus der Krise über die Enteignung der Sparer

 

Und noch ein humoristischer Beitrag der heute-Show, der dadurch aber nicht weniger wahr ist: Die heute-Show über Kapitalentwertung und niedrige Zinsen. Leidtragende sind die unwissenden Sparer

 

Prof. Dr. Hartwig Webersinke: Inflation – die „kalte Enteignung“ kommt!

 

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